Düsseldorfer Galopper Wonnemond landet überraschenden Heimerfolg im 100. Großen Preis der Landeshaup

Mit einem Sensations-Sieg des 21,1:1-Außenseiters Wonnemond endete am Sonntag der 100. Große Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf auf dem Grafenberg. In dem Gruppe 3-Rennen über 1.700 Meter, das mit 55.000 Euro dotiert war, gewann der von Sascha Smrczek am Grafenberg trainierte Siebenjährige nach einem Rennen aus dem Vordertreffen sicher mit einer Länge gegen Schwesterherz (Andrasch Starke) und Song of Life (Lukas Delozier). Unter Jockey Dennis Schiergen bewies der dreimalige Düsseldorfer Galopper des Jahres große Kämpferqualitäten. Besitzer von Wonnemond ist der Stall Frohnbach um Klaus Wilhelm aus dem gleichnamigen Ort in der Pfalz. Der englische Favorit Stormy Antarctic enttäuschte als Sechster. Neun Prüfungen fanden beim Saisonfinale auf dem Düsseldorfer Grafenberg statt. Insgesamt 1.000 Teilnehmer waren bei herbstlichen Temperaturen auf dem weitläufigen Areal zugelassen.

STIMMEN zum 100. Großen Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf:

Sascha Smrczek, Trainer von Wonnemond: „Das Pferd liebt diese Bahn und diesen Boden. Wir haben die Taktik umgestellt, der Jockey sollte ihn heute offensiver reiten. Ich bin heute sehr stolz, dass wir ausgerechnet das Jubiläums-Rennen hier zuhause gewonnen haben.“
Dennis Schiergen, Reiter von Wonnemond: „Das ruhige Tempo unterwegs kam uns zu gute. Ich wollte vorne mitgehen. In der Zielgeraden hat sich dann eine Lücke aufgetan. Wonnemond hat toll gekämpft“.
Oberbürgermeister Thomas Geisel: „Dieser Einlauf Düsseldorf vor Köln ist wie im richtigen Leben“.
Im zweiten Tageshöhepunkt, dem mit 12.500 Euro dotierten Schloß Roland-Stutenpreis, einem Listenrennen über 1.400 Meter, siegte mit Cloud Surfing ein Gastpferd aus dem Ausland. Favoritin Light Blush (Pat Cosgrave) und Belle Anglaise (Stephen Hellyn) hatten das Nachsehen. Cloud Surfing (10:1) gewann überlegen mit 4 ¼ Längen. Trainiert wird die vom Engländer Jack Mitchell gerittene Siegerin von Francois Rohaut in Pau im Südwesten Frankreichs.

Debütsieger Virginia Storm empfiehlt sich für das Herzog von Ratibor-Rennen

Gleich zu Beginn der abschließenden Saisonveranstaltung auf dem Grafenberg gab es eine sehenswerte Finalentscheidung dreier Pferde, die mit einem Nasenvorteil für den von Champion-Trainer Henk Grewe in Köln trainierten Virginia Storm (Gestüt Auenquelle) endete. Andrasch Starke hielt den knappen Vorteil gegen Novellini (Jozef Bojko) und Miraval (Martin Seidl) bis zum Zielpfosten fest. Peter Michael Endres, Präsident des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins, ist Mitbesitzer des talentierten Zweijährigen. Für Virginia Storm könnte es demnächst im renommierten Herzog von Ratibor-Rennen im Krefelder Stadtwald weitergehen. Und auch das zweite Rennen für den Jahrgang 2018 ging an die Trainer/Jockey-Kombination Henk Grewe /Andrasch Starke. Für das Gestüt Winterhauch (Eberbach) behielt hier Night Ocean die Oberhand.
Als erfolgreichste Aktiven des Tages zeichneten sich Andrasch Starke Alexander Pietsch und Miguel Lopez bei den Jockeys sowie Henk Grewe in der Trainerwertung mit je zwei Tagestreffern aus. Noch einmal flossen 269.944,47 Euro Umsatz durch die Wettkassen des Veranstalters.
Rennvereinspräsident Peter Michael Endres resümiert: „Vor allen Dingen hat mir heute die positive Stimmung auf unserer Galopprennbahn gut gefallen. Der erste Empfang des Jahres im Teehaus mit nur 80 Personen war ein Anfang“. Sowohl der amtierende Oberbürgermeister Thomas Geisel als auch sein designierter Nachfolger Dr. Stephan Keller weilten live vor Ort. Bei den kleinen Besuchern standen erstmals wieder die Maskottchen, Lebkuchenherzen und das Ponyreiten hoch im Kurs.

Auf Wiedersehen am 28. März 2021!
Mit dem beliebten Fortuna Düsseldorf-Renntag startet der Düsseldorfer Reiter- und Rennverein am Sonntag, den 28. März, in die Galoppsaison 2021.

(04.10.2020)