Die Diana Starter 2020

1 - No Limit Credit
Gewann in diesem Jahr das Schwarzgold-Rennen in Köln und war Zweite in den German 1000 Guineas. In beiden Rennen ging es über 1600 Meter, deshalb ist der Sprung auf eine weitere Distanz das Fragezeichen hinter ihrem Start. Jockey Dario Vargiu, 43, reist aus Italien an, 2016 gewann er das Deutsche Derby auf Isfahan. Hinter dem Gestüt Karlshof steht die Familie Faust aus Frankfurt, trainiert wird die Nummer 1 des Rennens von Andreas Suborics in Köln, er gewann die „Diana“ als Jockey 2004 mit Amarette.

2 - Kalifornia Queen
Sie gehört dem Stall Torjäger von Lars-Wilhelm Baumgarten und Fußball-Profi Nick Proschwitz, im Training ist sie bei Champion Henk Grewe in Köln. Jockey Andrasch Starke, 46, hat die „Diana“ seit 1996 sechsmal gewonnen. Kalifornia Queens bisher wichtigster Sieg war der Ende Mai im Diana-Trial, einem Gruppe II-Rennen in Berlin-Hoppegarten, anschließend war sie Dritte in einem Derby-Trial in Hannover.

3 - Tickle Me Green
Besitzer ist das Gestüt Görlsdorf von Heike Bischoff-Lafrentz, es liegt in der Uckermark. Es stellte die Stute im Winter nach Frankreich, wo sie Trainer Francis-Henri Graffard noch am 20. Juli zu einem Sieg in einem Listenrennen in Vichy führte. Spektakulär war der Stil: Sie überrollte vom letzten Platz kommend das gesamte Feld. Graffard ist der Trainer des aktuellen Derby-Siegers In Swoop, den in Hamburg Ronan Thomas, 42, steuerte. Und der reitet jetzt Tickle Me Green.

4 - Virginia Joy
Die Stute im Mitbesitz von Peter Michael Endres, Präsident des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins, kommt mit einem Sieg im Hamburger Stutenpreis im Gepäck an den Start, wo sie u.a. vor Zamrud und For Pleasure war. Es war der bislang größte Erfolg für Trainer Marcel Weiß, der in seiner ersten Saison in Mülheim/Ruhr reitet. Jockey Adrie de Vries, 51, war schon Champion in Deutschland, den Niederlanden und Katar.

5 - Ocean Fantasy
Jean-Pierre Carvalho, Trainer in Mülheim/Ruhr, sattelte sie im vergangenen Oktober zum Sieg im renommierten Preis der Winterkönigin in Baden-Baden. Bei zwei Starts in der laufenden Saison war sie zuletzt Dritte im Berliner Diana-Trial hinter Kalifornia Queen und Snow. Besitzer ist das Gestüt Höny-Hof von Manfred Hellwig aus dem hessischen Oberaula. Ihr englischer Jockey Jack Mitchell, 31, gehört zu den häufigen Gästen auf Deutschlands Rennbahnen.

6 - Zamrud
Nur um wenige Zentimeter war Zamrud im Hamburger Stutenpreis hinter Virginia Joy zurück, womit sie eine etwas unglückliche Leistung im Berliner Diana-Trial schnell korrigierte. Sarah Steinberg trainiert sie in München für das bayerische Gestüt Hachtsee der Familie von Norman. Als Reiter wurde der Franzose Anthony Crastus, 35, verpflichtet. Er war schon in Hamburg im Sattel, zählt seit Jahren zur erweiterten Spitze in seiner Heimat.

7 - Silence Please
Die lange Reise aus dem Stall von Jessica Harrington in Irland tritt diese Stute an, die bei vier Starts dreimal gewann, zuletzt Dritte in einem stark besetzten Rennen in Naas war. Sie gehört einer Besitzergemeinschaft des Syndikats Team Valor aus den USA und dem Filmproduzenten Gary Barber, Ex-CEO von Metro-Goldwyn-Mayer. Im Sattel sitzt Tom Madden, ein Auszubildender, der erst eine Handvoll Rennen gewonnen hat, allerdings zwei davon auf Silence Please.

8 - Paloma Ohe
Aus Berlin-Hoppegarten kommt Paloma Ohe, dort wird sie von dem ehemaligen Hindernisjockey Jan Korpas für Heinz-Dieter Jarling trainiert, ein Unternehmer in der Flüssiggas-Branche. Die Stute war Vierte in den German 1000 Guineas und Fünfte in der Hamburger Stutenmeile. Über 2200 Meter ist sie noch nie gelaufen. Jockey Michal Abik, 28, war Champion in Polen und der Slowakei, reitet in seiner ersten Saison in Deutschland.

9 - Snow
Die zweite Vertreterin des Gestüts Görldorf in diesem Rennen, sie wird trainiert von Markus Klug auf einer privaten Trainingsanlage in Köln-Heumar. Zusammen mit Jockey Maxim Pecheur, 29, repräsentiert er das Team der Vorjahressiegerin Diamanta. Eine Wiederholung ist nicht ganz unmöglich, denn Snow war jeweils Zweite in den Diana-Trials in Berlin-Hoppegarten (hinter Kalifornia Queen) und Mülheim/Ruhr.

10 - Tangut
Hinter dem Besitzernamen Darius Racing steht Dr. Stefan Oschmann, CEO des Pharmakonzerns Merck. Er unterhält bei mehreren Trainern einen erfolgreichen Rennstall, Tangut wird von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh vorbereitet. Den Henkel-Preis der Diana hat dieser dreimal von 2014 bis 2016 gewonnen. Der Franzose Clement Lecoeuvre, 22, ist im ersten Jahr in Deutschland tätig.

11 - Miss Yoda
Für 290.000 erwarb sie der nahe London lebende Unternehmer Georg von Opel als Jährling in Iffezheim aus dem Besitz des Gestüts Etzean und stellte sie zum englischen Spitzentrainer John Gosden. Sie war zweijährig schon auf Gruppeebene platziert, gewann im Juni ein Listenrennen über 2300 Meter in Lingfield, lief danach in zwei stark besetzten Grupperennen schwächer. Ihr Reiter Frankie Dettori, 49, wird von nicht wenigen Experten als bester Jockey aller Zeiten angesehen, aktuell eilt er wieder von Sieg zu Sieg. Die „Diana“ fehlt noch in seiner Erfolgsliste, 2016 war er im Sattel von Architecture Dritter.

12 - Moon A Lisa
Nummer drei der Görlsdorferinnen, auch wenn sie vor wenigen Tagen an den französischen Unternehmer Samuel de Barros verkauft hat, der erst seit wenigen Jahren im Vollblutsport engagiert ist. Der zweite Platz in einem 2100-Meter-Rennen in Paris-Longchamp macht sie zu einer Anwärterin auf einen vorderen Rang, zumal die von Francis-Henri Graffard trainierte Stute von Olivier Peslier, 47, geritten wird, seit Jahren einer der besten Jockeys der Welt.

13 - Flamingo Girl
Eine weitere Vertreterin aus dem Championstall von Henk Grewe, sie steht im Besitz von Stefan Hahne, Vorstandsvorsitzender eines IT-Unternehmens in Andernach. Im Mai hat Flamingo Girl in Düsseldorf den Henkel-Stutenpreis gewonnen, war danach allerdings zweimal hinter mehreren jetzigen Gegnerinnen nur Fünfte. Im Sattel sitzt Bayarsaikhan Ganbat, 35, der in Ratingen wohnt und somit etwas Lokalkolorit in das Rennen bringt.

14 - Elle Memory
Das im Sauerland gelegene Gestüt Wittekindshof des Dortmunder Unternehmers Hans-Hugo Miebach hat die „Diana“ seit 1996 schon fünfmal gewonnen, darunter 1995 mit Elle Memorys Mutter Elle Danzig. Deren Tochter meldet spätestens seit dem Sieg im Juni im BMW Preis Düsseldorf durchaus Chancen auf einen vorderen Platz an. Trainer Peter Schiergen hat das Rennen viermal als Trainer und 1994 auch als Jockey gewonnen. Reiter ist der seit geraumer Zeit in Deutschland tätige Lukas Delozier, 22.

15 - For Pleasure
Der Aufstieg des Kasachen Bauyrzhan Murzabayev, 27, ging im deutschen Rennsport geradezu raketengleich nach oben. 2019 wurde er 112 Siegen erstmals Champion und auch 2020 liegt er wieder deutlich an der Spitze der Statistik. Sein Ritt For Pleasure im Besitz des Gestüts Etzean der Familie Weil-Dassbach aus Frankfurt gehört nach dem dritten Platz im Hamburger Stutenpreis hinter Virginia Joy und Zamrud zu den chancenreichen Außenseiterinnen, sie ist eine von zwei Starterinnen von Trainer Andreas Wöhler aus Spexard.

16 - Sister Lulu
Als letztes Pferd ist die Stute im Besitz des Stalles Simply Red von Thomas Schäffer aus Rastatt ins Feld gerückt. Trainiert von Markus Klug hat sie sich die Teilnahme als Zweite knapp hinter Elle Memory im BMW Preis Düsseldorf verdient. Schon damals saß Martin Seidl, 26, im Sattel, er wird die Außenseiterin erneut steuern.

(30.07.2020)