Dé­jà-vu auf dem Grafenberg

The same procedure as last year, sagte sich wohl der englische Trainer Hugo Palmer, als er sein Pferd Unforgetable Filly für den stolzen Preis von 12 500 Euro für die 97.German 1000 Guineas kurzfristig nachnannte. Im vergangenen Jahr ging die Rechnung für den Coach durch die Stute Hawksmoor auf, die locker mit Jockey James Doyle den Stutenklassiker gewinnen konnte.

Auch dieses Mal knallten bei den Engländern die Sektkorken, denn ebenso souverän setzte sich Unforgetable Filly unter dem gleichen Reiter durch. Der Lohn nach der 1600 Meter Distanz war die Siegprämie von 70 000 Euro. Die andere englische Teilnehmerin Cristal Fizz belegte den fünften Rang, hinter der favorisierten deutschen Vollblüterin Delectation.

Freuen konnte sich hier Peter Michael Endres, der Präsident des Düsseldorfer Reiter- und Rennvereins. Der Gestüts- und Pferdebesitzer belegte mit Arazzo den dritten Rang in dem Europagrupperennen. Die Stute wird von Jens Hirschberger in Mülheim a.d.Ruhr vorbereitet. Das war eine starke Leistung, die richtig Hoffnung für die Zukunft gibt, meinte Endres, der schon im Rahmenprogramm mit Molly le Clou einen Sieg feiern konnte.
2014 hatte der fünfjährige Wallach auf der Grafenberger Rennbahn den Junioren Preis gewonnen.

Das war jetzt eine lange Durststrecke. Vielleicht hat sich das Warten gelohnt, so der Präsident. Im Sattel von Molly le Clou agierte die Jockette Rebecca Danz, die danach mit Sakima einen weiteren Sieg landen konnte. Ebenfalls zwei Siege schaffte Jockey Andrasch Starke, der mit Giant Grizzly und Native Fighter erfolgreich war.

Mit dem Schicksal haderte der Grafenberger Trainer Ertürk Kurdu, der alle Hoffnungen mit Elsie’s Kap hatte. Die vierjährige Stute sollte in einem Handicaprennen ihren ersten Sieg schaffen, doch bekam sie im Rennen Nasenbluten. Die Trainingsleistungen waren hervorragend und der Rennverlauf passte, dann dieses Malheur. Jetzt müssen wir abwarten, ob das hoffentlich eine einmalige Geschichte ist, berichtete Kurdu.

Auch Trainerkollege Sascha Smrczek konnte nicht zufrieden mit seinen Kandidaten sein. Sowohl Silver Cloud, wie auch Northern Rock, die als Favoriten in ihre Rennen gingen, sahen wie die Sieger aus, doch kurz vor dem Ziel schoben sich noch die Gegner vor. Das ist bitter, wenn du auf den letzten Metern noch abgefangen wirst, bilanzierte Smrczek. Seine restlichen Pferde konnten keine Chancen anmelden.

Vor 8400 Zuschauern entwickelte sich in dem mit 22500 Euro dotierten, höchsten Handicaprennen der Hengst beau Reve zum Wiederholungstäter. Der Siebenjährige hatte beim vergangenen Grafenberger Renntag schon eine Klasse tiefer einen Sieg eingefahren.

Nach einer kleinen Sommerpause steht am 6. August der Hauptkampftag auf der Grafenberger Rennbahn an. Mit dem 159.Henkel- Preis der Diana, wird das mit 500 000 Euro dotierte Stutenderby ausgetragen.

(18.06.2017)